Presse
23.06.2012, 11:42 Uhr | Michael Reiß
Helmut-Kohl-Brücke

Die im Bau befindliche Brücke über den Main im Osten Frankfurts soll zur Ehrung des Alt-Kanzlers Helmut Kohl dessen Namen tragen. Dies jedenfalls ist der Vorschlag des Fraktionsvorsitzenden der CDU im Ortsbeirat 16, Bergen-Enkheim, Michael Reiß.

Da der Bau der neuen Brücke im Frankfurter Osten gut voranschreite, sei es an der Zeit, sich über den Namen dieser Brücke Gedanken zu machen, so der CDU Politiker.

"Dies sollte nach meiner Auffassung möglichst zeitnah geschehen. Denn es wäre sicherlich nicht schön, einfach nur eine Main-Brücke zu eröffnen. Vielmehr sollte die Main-Brücke mit der Eröffnung ihren Namen erhalten."

Nach Auffassung von Michael Reiß sollte dem Alt-Bundeskanzler mit der Benennung dieser Brücke eine Ehrung zu Teil werden für die Verdienste, die Helmut Kohl nicht nur für Deutschland, die Deutsche Einheit und die Vereinigung Europas, sondern vor allem auch für die Stadt Frankfurt am Main erworben hat. "Schließlich war es der damalige Bundeskanzler Helmut Kohl, der entscheidend dazu beitrug, dass der Sitz der Europäischen Zentralbank in Frankfurt am Main ist. Aber auch, dass die Deutsche Nationalbibliothek einen ihrer Standorte in Frankfurt am Main hat, haben wir ganz entscheidend Helmut Kohl zu verdanken", so Michael Reiß. Da die neue Main-Brücke im Frankfurter Osten in unmittelbarer Nähe zum Neubau der Europäischen Zentralbank errichtet wird und im wesentlichen auch der Verkehrserschließung der Europäischen Zentralbank und des gesamten Frankfurter Osten dienen soll, bietet sich auch der räumliche Bezug zwischen Brücke und EZB neben dem historischen Bezug zwischen EZB und Helmut Kohl an, die neue Brücke nach ihm zu benennen.

Bedenken, die Brücke nach einem noch lebenden Staatsmann zu benennen, sieht Michael Reiß nicht. Selbst wenn es hier irgendwelche Beschränkungen geben sollte, müssen diese auch einmal außer Kraft gesetzt werden können. Hier ist Einfallsreichtum und Engagement sowohl der Politik als auch der Verwaltung gefordert.

Im Gegenteil ist es für Michael Reiß nicht nur vorstellbar, sondern absolut wünschenswert, zu den Eröffnungsfeierlichkeiten den Alt-Bundeskanzler einzuladen.

Politischen Gegenwind für seinen Vorschlag sieht Michael Reiß nicht.

"Ich hoffe, da ich selbst noch Nachrücker bin und derzeit nicht dem Stadtparlament angehöre, dass die CDU Fraktion im Römer meinen Vorschlag übernimmt. Und dann gehe ich davon aus, dass auch die Grünen im Römer Einigkeit der Schwarz-Grünen-Koalition demonstrieren wollen und den CDU Vorschlag unterstützen. Aber selbst die SPD wird sich dem Vorschlag sicherlich kaum entziehen können, wurde doch beispielsweise auch bei der Benennung des Willi-Brandt-Platzes der entsprechende Vorschlag von einer breiten Mehrheit im Stadtparlament unterstützt.

Es geht bei der Benennung einer Straße, eines Platzes oder einer Brücke nicht nur um die Ehrung eines verdienten Menschen. Vielmehr sollten auch für die nachfolgenden Generationen die Bedeutung verdienter Staatsmänner erhalten bleiben, über alle Parteigrenzen hinweg.

Für parteipolitisches Gezänk ist da kein Spielraum", so der CDU-Mann Michael Reiß abschließend.


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